PERSÖNLICHES

Gerd Koenen
Porträt des Autors von József Kertes, 2004

EIGENE BUCHPUBLIKATIONEN
BEITRÄGE IN SAMMELBÄNDEN UND PERIODIKA (AUSWAHL)

Ich hoffe, bis zu meinem Tode zu leben
(Paulhan)

CURRICULUM VITAE BREVIS

Geboren wurde ich am 9. Dezember 1944 in Marburg/Lahn (Hessen). Aufgewachsen bin ich ab 1948 in den Ruinenlandschaften des Ruhrgebiets (in Bochum und Gelsenkirchen-Buer). Mein Vater war technischer Direktor der Kohlengrube „Graf Bismarck“ (7000 Beschäftige), die bereits 1966/67 im Zuge der beginnenden "Kohlekrise" stillgelegt wurde.

Das Abitur habe ich im Frühjahr 1964 am Max-Planck-Gymnasium in Gelsenkirchen-Buer abgelegt. Dem folgte ein einjähriges Studium generale am Leibniz-Kolleg in Tübingen. Als zweimal abgelehnter Wehrdienstverweigerer wurde ich im Frühjahr 1965 zur Bundeswehr eingezogen. Nach Anerkennung in letzter Instanz im Herbst 1965 wurde ich für 13 Monate zum Zivilen Ersatzdienst an der Universitäts-Nervenklinik Tübingen abgestellt.

Ab dem WS 1966/67 habe ich ein Studium der Geschichte, Politikwissenschaften und Romanistik an der Universität Tübingen begonnen. Unmittelbar nach den Ereignissen in Westberlin am 2. Juni 1967 trat ich von der Humanistischen Studenten-Union (HSU) zum Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) über und war zeitweise Hochschulreferent des Tübinger AStA. Zwischenexamen im SS 1968.

Im Herbst 1968 Wechsel an die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Weitere Aktivitäten im SDS und in der Basisgruppe Historiker sowie außeruniversitäre Aktivitäten in einem lokalen neo-leninistischen Zirkel. Im Frühjahr 1972 Staatsexamen in Politikwissenschaften und Geschichte. Meine Promotion zum Thema der Marx’schen Demokratie-Theorie bei Iring Fetscher habe ich 1974/75 zugunsten „revolutionärer Betriebsarbeit“ (in einem Druckereibetrieb und als LKW-Fahrer) aufgegeben.

Seit Oktober 1973 war ich Mitglied im neu gegründeten "Kommunistischen Bund Westdeutschland" (KBW), zuerst Sekretär der Ortsleitung Frankfurt/Offenbach, später zeitweise Mitglied des Zentralkomitees. Nach Kritik wegen Rechtsabweichung wurde ich im Herbst 1976 Redakteur für Internationales beim Zentralorgan "Kommunistische Volkszeitung" (KVZ), nach den Verbotsanträgen im Bundesrat im „deutschen Herbst“ 1977 vor allem auf Auslandsposten in Wien und Brüssel; ab Anfang 1980 dann in Westberlin.

Parallel zur Spaltung und schrittweisen Selbstabwicklung des KBW seit dem Sommer 1980 schrieb ich ein Buch zur Geschichte Polens und der neu entstandenen Gewerkschafts- und Bürgerbewegung „Solidarität“, das im Februar 1981 im Sendler Verlag erschien, und war in den folgenden Jahren in dem Komitee „Solidarität mit Solidarność“ aktiv. 1983 gab ich mit anderen einen Band mit Dokumenten der „SOLIDARNOŚĆ“ im Bund-Verlag Köln heraus.

In den folgenden Jahren arbeitete ich als Lektor und Redakteur in Kleinverlagen sowie als freier Publizist. 1985 erschien mein Buch „Der unerklärte Frieden“ (im Sendler Verlag Frankfurt), ein Abriss der russisch-polnisch-deutschen Geschichte in Auseinandersetzung mit den Thesen der „Friedensbewegung“.

1986 Heirat mit der 1968 aus Warschau emigrierten Psychoanalytikerin Anna Leszczynska.

Von 1988 bis 1990 war ich fester Redakteur des Frankfurter Stadtmagazins „PflasterStrand“, das von Daniel Cohn-Bendit herausgeben wurde. Parallel dazu arbeitete ich als freier Publizist, vor allem als Autor von Hörfunk-Features in verschiedenen Sendeanstalten (HR, WDR, NDR, SFB, DLF usw.) sowie als Ko-Autor von Fernseh-Beiträgen (mit Andrzej J. Koszyk) zu osteuropäischen Themen.

Eine 1987 in erster Fassung im Eichborn-Verlag erschienene kommentierte Anthologie des sozialistischen Personenkults erschien 1991 unter dem Titel „Die Großen Gesänge – Lenin, Stalin, Mao Tse-tung. Führerkulte und Heldenmythen des 20. Jahrhunderts“ in erheblich erweiterter und überarbeiteter Form als Monographie.

Auf Basis von zwei Russland-Reisen sowie der über die Heinrich-Böll-Stiftung koordinierten Verbindung mit der russisch-sowjetischen Geschichts- und Bürgerrechtsvereinigung „Memorial“ verfasste ich zusammen mit der Bochumer Slawistin Karla Hielscher unter dem Titel „Die schwarze Front“ eine Dokumentation und historisch-politische Interpretation des neu aufflammenden sowjetisch-russischen Antisemitismus und Antizionismus (rororo-aktuell, 1991).

In den Jahren 1993 bis 1996 war ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wuppertaler Forschungsprojekt „West-östliche Spiegelungen“ des ausgebürgerten sowjetischen Dissidenten und Germanisten Lew Kopelew zur Erforschung der historischen Russlandbilder der Deutschen und Deutschlandbilder der Russen tätig. Daraus ging 1998 der von Kopelew und mir herausgegebene, große Sammelband „Deutschland und die russische Revolution 1917-1924“ (Fink Verlag, München) hervor.

Auf der Basis der fast zehnjährigen Beschäftigung mit diesem Thema habe ich im Sommer 2002 bei Dietrich Beyrau in Tübingen eine verspätete Dissertation im Bereich Neuere Geschichte („Rom oder Moskau“ – Deutschland, der Westen und die Revolutionierung Russlands 1914-1924) verfasst und bin im Februar 2003 noch zum Dr. phil. promoviert worden. In überarbeiteter, ergänzter und gekürzter Form ist diese Arbeit im Herbst 2005 unter dem Titel „Der Russland-Komplex“ bei C.H. Beck München erschienen und mit dem „Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2007“ ausgezeichnet worden (zusammen mit Michail Ryklin).

Zu diesem Themenfeld gehörte auch der 1998 publizierte, lange Essay „Utopie der Säuberung“ (Verlag Alexander Fest, Berlin), der sowohl eine kritische Auseinandersetzung mit dem 1997 erschienenen „Schwarzbuch des Kommunismus“ wie mit den im deutschen Historikerstreit zehn Jahre zuvor schon diskutierten Thesen Ernst Noltes über Fragen eines Vergleichs von Bolschewismus und Nationalsozialismus war.

Kurz vor dem Millenium habe ich mich dann – mit dem nötigen zeitlichen und inneren Abstand – der eigenen radikalen Biographie und der Geschichte der sog. Neuen Linken insgesamt zugewandt. Als erstes erschien auf Anregung von Helge Malchow bei Kiepenheuer & Witsch 2001 meine kultursoziologisch und mentalitätsgeschichtlich geprägte Darstellung „Das rote Jahrzehnt – Unsere kleine deutsche Kulturrevolution 1967-1977“, die seither (Stand 2018) zu einem stillen Klassiker geworden ist.

Dem folgte 2003 die historisch-psychologische Skizze „Vesper, Ensslin, Baader – Urszenen des deutschen Terrorismus“, ebenfalls bei Kiepenheuer & Witsch, die anhand einer Fülle persönlicher und literarischer Dokumente die ideologisch verklemmte Dreiecksgeschichte zwischen Bernward Vesper, Gudrun Ensslin und Andreas Baader, und damit die Entstehung der späteren RAF aus den Radikalisierungen vor und nach 1968 rekonstruiert.

Das Buch wurde 2010 von dem Regisseur Andres Veiel unter dem Titel „Wer wenn nicht wir“ verfilmt. Lena Lauzemis spielte die Gudrun Ensslin, August Diehl den Bernward Vesper, Alexander Fehling den Andreas Baader. Auf der Berlinale 2011 wurde Veiels Film mit dem „Alfred Bauer Preis“ sowie mit dem „Preis der Gilde deutscher Filmkunst-Theater“ ausgezeichnet.

Im Sommer 2008 war bei Kiepenheuer & Witsch mein Buch „Traumpfade der Weltrevolution – Das Guevara-Projekt“ erschienen, das sich in Form einer essayistischen Erzählung mit der komplizierten Geschichte der kubanischen Revolution, der Guerilla-Epopöen des Comandante Ernesto „Che“ Guevara und den Prospekten einer „trikontinentalen“ Weltrevolution der 1960er/70er Jahre auseinandersetzt. Das Buch ist zugleich ein Epitaph auf die eher melancholische Geschichte der in Bolivien an der Seite Ches umgekommene ostdeutsche Guerillera Tamara Bunke, mitsamt ihren posthumen kultischen Verwandlungen als „Tania la Guerillera“. Eine prominent besetzte Jury der Zeitschrift „Damals“ wählte es zum „Historischen Buch des Jahres 2009“.

Zusammen mit dem „Roten Jahrzehnt“ und mit „Vesper, Ensslin, Baader“ bilden die „Traumpfade der Weltrevolution“ so etwas wie eine lose Trilogie und einen gesamtdeutschen „Familienroman“. Sie sind meine literarischsten und daher schönsten Bücher.

Ab 2008 habe ich mich auf Anregung von Detlef Felken (C.H. Beck) der eigentlich unmöglichen Aufgabe einer Gesamtbetrachtung des Kommunismus als Weltgeschichte zugewandt. Über zwei Jahre bis März 2010 hatte ich als Fellow der School of History des "Freiburg Institute for Advanced Studies" (FRIAS) das Privileg, noch einmal in einen späten Austausch mit der akademischen, disziplinären Geschichtsforschung zu treten. Daraus ist zunächst der Buch-Essay „Was war der Kommunismus?“ (Vandenhoeck & Ruprecht, März 2010) hervorgegangen.

Die Gerda Henkel Stiftung hat durch ein Schreibstipendium sowie Reisemittel (insbesondere auch für eine längere China-Reise 2011) meine Arbeit an dem geplanten Buch großzügig gefördert. Ein Jahr als Fellow des Imre Kertesz-Kollegs an der Universität Jena 2015/16 hat meinen Horizont im Austausch mit jüngeren, vorwiegend osteuropäischen Wissenschaftlern nochmals erweitert. Dasselbe gilt für eine Reihe von Vortragsreisen nach Moskau und Petersburg, Novosibirsk und Dnipropetrovsk, Tallinn und Riga, Bratislava und Prag, Zagreb, Sarajevo, Podgorica und Belgrad, Haifa und Pittsburgh.

Als das Ergebnis dieser langjährigen Studien ist im September 2017 mein jüngstes, lebensgeschichtlich wie sachlich gewichtigstes Buch „Die Farbe Rot – Ursprünge und Geschichte des Kommunismus“ (bei C.H. Beck München) erschienen. Es hat eine unerwartet lebhafte und wohlwollende Resonanz gefunden, sowohl in den Medien und der Academia wie auch im historisch interessierten Publikum. Im Dezember 2017 ist es von einer Jury auf den ersten Platz der neuen Sachbuch-Bestenliste gesetzt worden, und im Frühjahr 2018 sowohl für den Bayerischen Buchpreis wie für den Leipziger Buchpreis 2018 nominiert worden. 

CURRICULUM VITAE BREVIS, ARTIS LONGAE
BEITRÄGE IN SAMMELBÄNDEN UND PERIODIKA (AUSWAHL)

EIGENE BUCHPUBLIKATIONEN

  • DIE FARBE ROT

    Ursprünge und Geschichte des Kommunismus 
    C.H. Beck, München (Herbst) 2017

  • WAS WAR DER KOMMUNISMUS?

    Ein historischer Essay 
    Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (Frühjahr) 2010

  • 1968 – BILDSPUR EINES JAHRES

    (zusammen mit Andres Veiel)
    Fackelträger, Köln (Frühjahr) 2008

  • TRAUMPFADE DER WELTREVOLUTION

    Das Guevara-Projekt 
    Kiepenheuer & Witsch, Köln (Sommer) 2008

  • DER RUSSLAND-KOMPLEX

    Die Deutschen und der Osten 1900-1945
    C.H. Beck, München (Herbst) 2005

  • „ROM ODER MOSKAU“

    DEUTSCHLAND, DER WESTEN UND DIE REVOLUTIONIERUNG RUSSLANDS 1917-1924
    Diss. im Fb Geschichtswissenschaft, Tübingen 2003. Publiziert
    als elektronische Datei im TOBIAS-LIB der Universitätsbibliothek Tübingen:
    https://publikationen.uni-tuebingen.de

  • VESPER, ENSSLIN, BAADER

    Urszenen des deutschen Terrorismus
    Kiepenheuer & Witsch, Köln 2003
    (Neuauflage Fischer Taschenbuch, Frankfurt/M. 2004)

  • DAS ROTE JAHRZEHNT

    Unserer kleine deutsche Kulturrevolution 1967-1977
    Kiepenheuer & Witsch, Köln 2001
    (Neuauflage Fischer Taschenbuch, Frankfurt/M. 2002)

  • UTOPIE DER SÄUBERUNG

    Was war der Kommunismus?
    Alexander Fest Verlag, Berlin 1998
    (Neuauflage Fischer Taschenbuch, Frankfurt/M. 2000)

  • DEUTSCHLAND UND DIE RUSSISCHE REVOLUTION 1917-1924

    Hrsg. von Gerd Koenen und Lew Kopelew
    (= West-östliche Spiegelungen, Serie A, Bd. 5)
    Fink Verlag, München 1998

  • DIE GROSSEN GESÄNGE

    Lenin – Stalin – Mao Tse-tung.
    Führerkulte und Heldenmythen des 20. Jahrhunderts
    Eichborn Verlag, Frankfurt/M. 1991
    (Zweite, überarb. und erw. Fassung der Erstausgabe von 1987)

  • DIE SCHWARZE FRONT

    Der neue Antisemitismus in der Sowjetunion,
    rororo-aktuell 12927, Reinbek 1991
    (zusammen mit Karla Hielscher)

  • DER UNERKLÄRTE FRIEDEN

    Deutschland – Polen – Russland. Eine Geschichte
    Sendler Verlag, Frankfurt/M. 1985

  • SOLIDARNOSC

    Die polnische Gewerkschaft "Solidarität" in Dokumenten, Diskussionen und
    Beiträgen, Bund Verlag, Köln 1983
    (zusammen mit Barbara Büscher, Ruth-Ursel Henning, Dorota Leszczynska, 
    Christian Semler und Reinhold Vetter)

  • FREIHEIT, UNABHÄNGIGKEIT UND BROT

    Zur Geschichte und den Zielen der Arbeiterbewegung in Polen
    Sendler Verlag, Frankfurt/M. 1981
    (zusammen mit Krisztina Koenen und Hermann Kuhn)

CURRICULUM VITAE BREVIS, ARTIS LONGAE
EIGENE BUCHPUBLIKATIONEN

BEITRÄGE IN SAMMELBÄNDEN UND PERIODIKA (AUSWAHL)

  • Der "Rote Oktober" als Mythos und Utopicum

    1917 – Russland und die Folgen Hrsg. vom Deutschen Historischen Museum und dem Schweizerischen Nationalmuseum 
    Dresden 2017, S. 140-155

  • China: Aus dem Schatten des Roten Oktober auf die Höhe des 21. Jahrhunderts?

    100 Jahre Roter Oktober. Zur Weltgeschichte der Russischen Revolution
    Hrsg. von Jan Claas Behrends, Nikolaus Katzer, Thomas Lindenberger Chr. Links Verlag, Berlin 2017, S. 255-277

  • Der Kommunismus in seinem Zeitalter. Versuch einer historischen Verortung

    In: Osteuropa, Heft 5-6, Mai-Juni 2013, S. 9-38

  • Merry Old Europe: Ein Blick zurück von China auf Europa

    In: Stille Revolution. Die Neuformierung der Welt seit 1989, hrsg. von Gregor Thum u.a., Campus Verlag, Frankfurt 2013

  • Zeitsprünge und Gedankensprünge. Betrachtungen zur Weltgeschichte der letzten dreißig Jahre

    In: Kommune. Forum für Politik, Ökonomie, Kultur, H. 6/2012, S. 142-149

  • Der deutsch-russische Nexus (1917-1939)

    In: Zwischen (Sowjet-) Russland und Deutschland, hrsg. von Krzystof Ruchniewicz u. Marek Zybura,
    Osnabrück 2012, S. 79-88

  • Artikel „Komintern“

    In: Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur, Bd. 3, hrsg. von Dan Diner, J.B. Metzler, Stuttgart-Weimar 2012

  • Die Unberührbaren. Über die Teilung Deutschlands als innere und äußere Realität

    Kommune. Forum für Ökonomie, Politik, Kultur, Heft 6 / 2009, S. 84-89

  • Landschaft ohne Menschen

    Beitrag (Originaltitel) zur Frage 5: War die DDR eine linkstotalitäre Diktatur und eine sowjetische Satrapie? 
    In: Bundesrepublik und DDR. Die Debatte um Hans-Ulrich Wehlers „Deutsche Gesellschaftsgeschichte“, hrsg. von Patrick Bahners und Alexander Cammann, C.H. Beck, München 2009, S. 143-146

  • Ach Triumph! Ach Debakel!

    Beitrag (Originaltitel) zur Frage 7: Sind die Achtundsechziger politisch gescheitert?
    In: Ebenda, S. 166-169

  • Der transzendental Obdachlose – Hans-Jürgen Krahl

    Zeitschrift für Ideengeschichte, Marbach-Weimar-Wolfenbüttel Heft 11/3,
    Herbst 2008, S. 5-22

  • Rotwelsch und Zeichensprache

    Beitrag im Katalog zur Ausstellung „Die 68er. Kurzer Sommer, lange Wirkung“
    Historisches Museum Frankfurt am Main, Mai 2008

  • Der Muff von tausend Jahren. Ein Aufstand gegen die Kriegsgeneration?

    In: 1968 – Die Revolte. Hrsg. von Daniel Cohn-Bendit / Rüdiger Dammann, Frankfurt/M. 2007

  • Die russische Revolution – Ein Experiment

    Spiegel Special – Geschichte "Experiment Kommunismu". Die Russische Revolution und ihre Erben, Dezember 2007

  • Der deutsch-russische Nexus

    Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 44-45/2007). Beilage zu „Das Parlament“, 29. Oktober 2007

  • Rossijski Kompleks: Ambivalentnost´ wostotschnoj orientazii Germanii w epochu dwuch mirownich wojny

    Otetschestwennye Sapiski, Tom 38, Moskau Herbst 2007

  • Die APO, ihre Erben und die DDR

    Wechselwirkungen Ost-West 
    Dissidenz, Opposition und Zivilgesellschaft 1975-1989. Hrsg. von Hans-Joachim Veen / Ulrich Mählert / Peter März 
    Köln-Weimar-Wien 2007

  • Camera Silens. Das Phantasma der Vernichtungshaft

    Die RAF und der linke Terrorismus, hrsg. von Wolfgang Kraushaar, Hamburg 2006, Bd. 2, S. 994-1014

  • Alte Reiche, neue Reiche. Der Maoismus auf der Folie des Stalinismus – Eine Gedankenskizze

    Moderne Zeiten? Krieg, Revolution und Gewalt im 20. Jahrhundert, hrsg. von Jörg Baberowski, Göttingen 2006, S. 174-201

  • Der Rußland-Komplex. Zur Ambivalenz deutscher Ostorientierungen in der Weltkriegsphase

    Traumland Osten. Deutsche Bilder vom östlichen Europa im 20. Jahrhundert, 
    hrsg. von Gregor Thum, Göttingen 2006, S. 16-46

  • Thomas Mann and Others: Russophilism and Sovietophilia among German Conservatives

    Russian-German Special Relations in the Twentieth Century – A Closed Chapter? 
    Ed. by Karl Schlögel (= German Historical Perspectives/XIX), 
    Oxford – New York 2006, pp. 31-42

  • Stalinismus als große Utopie? Eine Gedankenskizze

    Stalin und die Deutschen. Neue Beiträge zur Forschung, 
    hrsg. von Jürgen Zarusky (= Schriftenreihe der Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, Sondernummer), München 2006, S. 231-236

  • Rudi Dutschke, die „Neue Linke“ und die Gewalt

    Jahrbuch für historische Kommunismusforschung 2005,
    Berlin 2005, S. 324-338

  • Black Box RAF – Zur symbolischen und realen Geschichte des linken Terrorismus in Deutschland

    KOMMUNE, H. 2/2005, S. 66-70

  • Bewaffnete Unschuld – Subtexte der linksradikalen Militanz in den siebziger Jahren der Bundesrepublik

    Zur Vorstellung des Terrors: Die RAF-Ausstellung, Bd. 2 (Katalog zur Ausstellung in den KunstWerken Berlin, Januar bis Mai 2005), S. 163-170

  • Gewapende Onschuld

    In niederländischer Übersetzung u.d.T.
    Politik geweld in Duitsland. Denkheelden en debatten. Hrsg. von Jacco Pekelder und Frits Boterman, Amsterdam 2005

  • Thankmar, der junge Krahl Der SDS-Theoretiker Hans-Jürgen Krahl, ein Wanderer von der extremen Rechten zur radikalen Linken

    In: Frankfurter Rundschau, 3. Februar 2005

  • Thankmar, the young Krahl

    In englischer Übersetzung by perlentaucher.de

  • Mythen des 20. Jahrhunderts

    Neuer Antisemitismus? Eine globale Debatte.
    Hrsg. von Doron Rabinovici, Ulrich Speck und Natan Sznaider, Frankfurt/M. 2004, S. 168-190

  • Exterminismus und Terror als Kern des stalinistischen Projekts – Der Stalinismus auf der Folie des Nationalsozialismus

    Völkermord und Kriegsverbrechen in der ersten Hälfte des
    20. Jahrhunderts (= Jahrbuch 2004 des Fritz-Bauer-Instituts Frankfurt),
    hrsg. von Irmtraud Wojak / Susanne Meinl, Frankfurt 2004, S. 227-244

  • Alfons Paquet und „Der Geist der russischen Revolution“

    Oliver M. Piecha / Sabine Brenner (Hrsg.), „In der ganzen Welt zu Hause“.
    Tagungsband Alfons Paquet, Düsseldorf 2003, S. 45-57

  • Hitlers Russland. Ambivalenzen im deutschen „Drang nach Osten“

    KOMMUNE, H 1 / 2003, S. 65-78.

  • Phantasmagorien einer Weltrevolution Die „Neue Linke“ von 1968

    Uwe Backes und Stéphane Courteois (Hrsg.), „Ein Gespenst geht um in Europa“. 
    Das Erbe kommunistischer Ideologien, Köln u.a. 2002, S. 285-322

  • Und in den Herzen Asche … Von der Studentenbewegung von 1968 zum Terrorismus der siebziger Jahre

    DER SPIEGEL, Nr. 35/200. Wieder abgedruckt in: Die Gegenwart der Vergangenheit (SPIEGEL Spezial, 1/2001), S. 190-195

  • Terror und Moderne – Die eine Welt und ihre Schrecken

    Kommune, H. 11/2001, S. 6-12

  • Ach, Achtundsechzig – Fischer, das „Rote Jahrzehnt“ und wir

    Kommune, H. 2/2001, S. 6-11

  • Kommunismus als Ideologie und historische Praxis

    JAHRBUCH EXTREMISMUS & DEMOKRATIE 2000, S. 31-52

  • Zweierlei Projekte – Nationalsozialismus und Stalinismus im Vergleich

    Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat, Nr. 8, 2000, S. 58-67

  • Der Unbesiegte. Anatomie einer Diktatur an der Grenze des historischen Verstehens: Stalin und sein Jahrhundert

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.12.1999

  • Causal Nexus? Toward a Real History of Anti-Fascism and Anti-Bolshevism

    Telos, No. 114, Winter 1999, S. 49-66

  • Der verstörende Unterschied. Warum Stalinismus und Nazismus doch nicht über einen Kamm zu scheren sind

    Horst Möller (Hrsg.), Der rote Holocaust und die Deutschen. Die Debatte  um das „Schwarzbuch des Kommunismus“, München-Zürich 1999, S. 97-105 (Nachdruck eines Beitrags in der FAZ vom 10. Dezember 1997)

  • Marxismus-Leninismus als universelle Verschwörungstheorie

    DIE NEUE GESELLSCHAFT / FRANKFURTER HEFTE,
    H. 2 / 1999, S. 127-132

  • Die DDR und die „Judenfrage“. Paul Merker und der nicht stattgefundene „deutsche Slansky-Prozeß“ 1953

    Leonid Luks (Hrsg.), Der Spätstalinismus und die „jüdische Frage“.
    Zur antisemitischen Wendung im Kommunismus, Köln u.a. 1998, S. 237-270

  • Bolschewismus und Nationalsozialismus – Geschichtsbild und Gesellschaftsentwurf

    Matthias Vetter (Hrsg.). Terroristische Diktaturen im Vergleich. 
    Strukturelemente d. nationalsozialistischen u. stalinistischen Herrschaft, Köln 1996, S. 172-207

  • Überprüfungen an einem „Nexus“– Der Bolschewismus und die deutschen Intellektuellen nach Revolution und Weltkrieg 1917-1924

    Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte, Jg. 1995, S. 359-391

  • Wahlverwandtschaften. Die deutsche und die russische Rechte

    Wolfgang Eichwede (Hrsg.): Der Schirinowski-Effekt. Wohin treibt Rußland? (= rororo aktuell 13563), Reinbek 1994, S. 171-186

  • Rotwelsch und Zeichensprache. Die „Neue Linke“ von 1968 und der Marxismus

    Helmut Fleischer (Hrsg.): Der Marxismus in seinem Zeitalter, Leipzig 1994, S. 77-95

  • Zur Genese einer Zivilgesellschaft in Deutschland

    Hassan Givsan und Wolfdietrich Schmied-Kowarzik (Hrsg.),
    Reflexionen zur geschichtlichen Praxis. Helmut Fleischer zum 65. Geburtstag, Würzburg 1993, S. 195-214

  • Vormärz und Völkerfrühling – ein deutsch-polnischer Honigmond?

    Ewa Kobylinkska / Andreas Lawaty / Rüdiger Stephan (Hrsg.): 
    Deutsche und Polen. 100 Schlüsselbegriffe, München – Zürich 1992, S. 79-84

  • Marx, Engels und die polnische Frage.

    In: Ebenda, S. 85-90

  • Unsere kleine deutsche Kulturrevolution

    In: Ulrich Menzel (Hrsg.): Nachdenken über China, Frankfurt/M. 1990,  S. 242-253

  • Der Kindertraum des Kommunismus (Essay)

    PflasterStrand, Juli 1990, S. 47-50

  • Der verfehlte „Nexus“. Ernst Noltes „Europäischer Bürgerkrieg

    Kommune. Zeitschrift für Ökonomie, Ökologie, Kultur, H. 7 / 1988, S. 55-63